Captagon – Spätfolgen & Wirkung: Was bleibt, wenn der Rausch vorbei ist
Captagon (heute meist illegales Amphetamin-Tabletten) gilt als eine der stärksten und am längsten anhaltenden Aufputschmittel auf dem Schwarzmarkt. Die akute Wirkung ist extrem – aber die Spätfolgen können das Leben dauerhaft zerstören. Hier die wichtigsten Fakten, klar und knapp.
Akute Wirkung – was passiert sofort?
- Dauer: 8–24 Stunden spürbar, oft 36–72 Stunden „wach“ möglich
- Stärkste Effekte (meist 30–90 Minuten nach Einnahme):
- Starke Euphorie & Selbstüberschätzung
- Extreme Wachheit, kein Schlafbedürfnis
- Hohe Konzentration & Rededrang
- Deutlich gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit
- Stark verminderter Hunger & Durst
- Erhöhte Aggressivität & Risikobereitschaft
- Herzrasen, erhöhter Blutdruck, geweitete Pupillen
Viele Nutzer beschreiben es als „Speed auf Steroiden, aber ohne den harten Absturz direkt danach“ – genau das macht die Droge so gefährlich.
Spätfolgen – was bleibt wirklich?
Kurz- bis mittelfristig (Tage bis Monate)
- Schwere psychische Erschöpfung nach dem Runterkommen → tagelange bis wochenlange Depression, Antriebslosigkeit, emotionale Leere
- Schlafstörungen (Paradox: tagelang nicht schlafen können → danach tagelang nicht richtig aufwachen)
- Paranoia & Angstzustände (besonders nach mehrtägigem Konsum)
- Reizbarkeit, Aggressivität auch ohne Droge
- Gedächtnis- & Konzentrationsprobleme („Gehirnnebel“)
- Herz-Kreislauf-Belastung: Rhythmusstörungen, Bluthochdruckspitzen
Langfristig / dauerhaft (Monate bis Jahre)
- Psychosen & drogeninduzierte Schizophrenie-ähnliche Zustände → besonders häufig bei mehrtägigem Dauerkonsum ohne Schlaf
- Starke Abhängigkeit (psychisch & körperlich) → Craving schon nach wenigen Wochen regelmäßigem Konsum
- Dopamin-System-Schäden → dauerhafte Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, Belohnungsunfähigkeit (ähnlich wie bei Methamphetamin)
- Herzschäden → Kardiomyopathie, vergrößertes Herz, erhöhtes Risiko für Herzinfarkt & Schlaganfall (auch bei jungen Menschen)
- Gefäßschäden (Gehirn & Körper) → Mikroinfarkte, Schlaganfallrisiko steigt deutlich
- Zahnzerstörung („Captagon-Kiefer“) durch Zähneknirschen + Mundtrockenheit
- Leberschäden (durch Verunreinigungen & hohe Dosen)
Besonders perfide: Der verzögerte Absturz
Viele denken nach 1–2 Tagen ohne Schlaf: „Ich komme gut runter.“ Oft kommt der richtige Crash erst 3–10 Tage später – dann aber umso brutaler: suizidale Gedanken, schwere Depressionen, Panikattacken und das Gefühl „nie wieder normal zu werden“.
Realität 2026
Die heutigen Captagon-Tabletten sind keine einheitliche Substanz mehr. Je nach Charge und Herkunft können Spätfolgen noch unberechenbarer sein – durch Beimischungen (Meth, synthetische Cathinone, giftige Füllstoffe) oder extrem hohe Amphetamin-Dosen.
Kurzfassung – wer es wissen muss:
- Die akute Wirkung ist brutal stark – und genau deshalb so verlockend.
- Die Spätfolgen sind brutal lang – und oft nicht mehr vollständig rückgängig zu machen.
Wenn du oder jemand in deinem Umfeld Captagon nimmt: Je früher der Ausstieg, desto besser die Chancen, dass sich Gehirn und Körper halbwegs erholen können.
Bleib weg – oder hol dir Hilfe, solange es noch geht.

