Saxenda Nebenwirkungen – Was du wirklich wissen solltest, bevor du startest
Saxenda gilt für viele als Hoffnungsträger beim Abnehmen. Die Abnehmspritze mit dem Wirkstoff Liraglutid kann den Appetit zügeln und beim Gewichtsverlust helfen – doch wie bei jedem Medikament gibt es auch hier eine Kehrseite. Nebenwirkungen sind kein Tabuthema, sondern ein wichtiger Teil einer ehrlichen Entscheidung.
In diesem Beitrag schauen wir uns an, welche Nebenwirkungen bei Saxenda auftreten können, warum sie entstehen und wann Vorsicht geboten ist.
Wie wirkt Saxenda eigentlich?
Saxenda imitiert das körpereigene Hormon GLP-1, das im Gehirn das Sättigungsgefühl steuert. Das Ergebnis:
- weniger Hunger
- kleinere Portionen
- längeres Sättigungsgefühl
Genau dieser Eingriff in den Hormonhaushalt erklärt auch viele der Nebenwirkungen.
Die häufigsten Saxenda Nebenwirkungen
Übelkeit – der Klassiker
Die mit Abstand häufigste Nebenwirkung. Besonders zu Beginn der Behandlung oder nach Dosiserhöhungen kann es zu Übelkeit kommen. Gute Nachricht: Bei vielen lässt sie nach einigen Wochen nach.
Magen-Darm-Beschwerden
Dazu gehören:
- Erbrechen
- Durchfall
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
Der Verdauungstrakt reagiert empfindlich auf die veränderte Hormonlage – vor allem bei fettreichen Mahlzeiten.
Appetitlosigkeit (mehr als gewollt)
Was beim Abnehmen hilft, kann auch problematisch werden. Manche essen zu wenig, fühlen sich schwach oder entwickeln ein ungesundes Verhältnis zum Essen.
Weniger häufig – aber nicht harmlos
Schwindel & Kopfschmerzen
Oft in Verbindung mit zu geringer Kalorienzufuhr oder Flüssigkeitsmangel.
Erhöhter Puls
Ein schneller Herzschlag wurde bei einigen Anwendern beobachtet – besonders relevant für Menschen mit Herzproblemen.
Müdigkeit & Erschöpfung
Der Körper stellt sich um – das kostet Energie.
Seltene, aber ernsthafte Risiken
In seltenen Fällen wurden berichtet:
- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
- Gallenprobleme
- Störungen der Schilddrüse
Bei starken, anhaltenden Schmerzen oder ungewöhnlichen Symptomen sollte Saxenda sofort abgesetzt und ärztlicher Rat eingeholt werden.
Warum treten Nebenwirkungen vor allem am Anfang auf?
Saxenda wird bewusst langsam hochdosiert, damit sich der Körper anpasst. Wer die Dosis zu schnell steigert oder „ungeduldig“ ist, erhöht das Risiko für Nebenwirkungen deutlich.
Geduld ist hier kein Luxus, sondern medizinisch sinnvoll.
Für wen ist Saxenda nicht geeignet?
Saxenda ist nicht empfehlenswert, wenn:
- eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt
- bereits Pankreatitis bekannt ist
- Schwangerschaft oder Stillzeit besteht
- eine Essstörung vorliegt
Eine ärztliche Abklärung ist zwingend notwendig.
Fazit: Wirkung ja – aber nicht ohne Preis
Saxenda kann beim Abnehmen helfen, ist aber kein Wundermittel. Die Nebenwirkungen reichen von harmlos bis ernst und sollten nicht unterschätzt werden. Wer sich dafür entscheidet, sollte:
- gut informiert sein
- langsam dosieren
- den eigenen Körper ernst nehmen
Denn nachhaltiges Abnehmen bedeutet nicht nur weniger Kilos – sondern auch Gesundheit auf lange Sicht.

